„Die Sprache von der kommunikativen Kompromissform befreien“: ethnologische Verfahrensweisen und das Hier und Jetzt der Dichtung bei Yoko Tawada

Bosco, Lorella
2019

978-88-908179-6-0
In ihrer Dissertation Spielzeug und Sprachmagie in der europäischen Literatur. Eine ethnologische Poetologie (1998) erarbeitet Yoko Tawada ein Konzept der künstlerischen Sprache als Mittel zur Übertragung magischer Momente auf die Kultur der Moderne. Sprache stellt somit ein Zeichensystem dar, welches nur bis zu einem bestimmten Grad auf eine kommunikative Funktion abzielt und ohnehin von seiner semiotischen Seite nicht zu trennen ist. Nach Tawada besteht die Magie der Sprache „in ihrer Unmittelbarkeit, d.h. in ihrem vor- oder nichtmedialen Charakter. Menschen artikulieren die nonverbale, Sprache der Dinge‘, indem sie diese [die Dinge] erkennen und benennen“. In den literarischen Texten kehrt der abhanden gekommene magische Charakter der Sprache der Dinge wieder zurück. Tawadas Werk zeichnet sich deshalb durch eine forcierte Selbstreflexivität der Sprache aus, die gerade in der Mehrsprachigkeit und im Verschiebungsprozess der Signifikanten eine besondere Ausprägung erhält. Das führt wiederum zur Aufwertung des dichterischen Eigenwerts der Sprache. Mein Beitrag wird auf die Beziehung zwischen Poetizität der Sprache und Sprache der Dinge eingehen.
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